Herr Kraus war ab 1968 am Gaswerk Kayl beschäftigt, einem damals kleinen Betrieb, in dem bereits mehrere Familienmitglieder tätig waren. 1975 wurde das Gaswerk Kayl von der Compagnie Générale pour le Gaz et l’Électricité übernommen, wo er noch ungefähr weitere 40 Jahre tätig war.
Herr Kraus erzählt wie seine Großvater – ursprünglich Bergmann – dank der Anstellung am Kayler Gaswerk seine Verlobte heiraten konnte. Und was die Arbeiter auf dem Rückweg von ihren Einsätzen in Lothringen mitunter in ihrem Werkzeugkasten schmuggelten.
Der Vater von Eugène Kraus lieferte regelmäßig Koks an den Direktor des Kayler Gaswerks, Victor Jacques. An einem Wintertag hat er einen Unfall mit seinem LKW.
In diesem Video berichtet Herr Kraus über die aufwendige Umstellung von Stadtgas auf Ferngas und später auf Erdgas. Das Gasnetz musste ausgebessert werden und neue Zählerregler mussten eingebaut werden. Für die Umstellung wurde das Netz mit Schiebern in Sektoren unterteilt.
Inmitten der Gaspreiskrise kam es in Rümelingen zu einem ungewöhnlichen Vorfall: Ein Industrieller weigerte sich, seine Gasrechnungen zu bezahlen. Als das Gaswerk Kayl den Anschluss sperren wollte, bedrohte er die Arbeiter vom Balkon aus mit einer Flinte.