Marie-Thérèse Hartz über ihren Großvater Jacques Hartz

Der Großvater von Frau Hartz wurde 1886 im elsässischen Goxweiler geboren. Schon früh begann er seine Tätigkeit am Escher Gaswerk, zunächst als Laternenwächter und Händler für Gaszubehör in Deutsch-Oth (Audun-le-Tiche). Später lebte er mit seiner Familie am Escher Gaswerk. Drei seiner sechs Kinder arbeiteten später ebenfalls am Gaswerk.

Marie-Thérèse Hartz über ihren Vater Joseph Hartz

Der Vater von Frau Hartz wuchs in Deutsch-Oth auf und wurde bereits mit 13 Jahren am Escher Gaswerk angestellt, wo er auch später wohnte. Sein ganzes Leben war eng mit dem Gaswerk verbunden.

Marie-Thérèse Hartz über das Arbeiterwohnheim am Escher Gaswerk

Die Tochter des früheren Gaswerkmitarbeiters Joseph Hartz schildert ihre Erinnerungen an die Arbeiterwohnungen des Escher Gaswerks und an deren Bewohner. Die Wohnungen waren klein, mit zwei Zimmern, einer Küche und einer kleinen Toilettenecke. Im Hof gab es einen Schuppen für die Wäsche und für Kleintiere.

Marie-Thérèse Hartz über den Bunker am Escher Gaswerk

Während der Fliegeralarme brachte die Mutter von Frau Hartz sie und ihren Bruder in den Bunker, um dort Schutz zu suchen.

Marie-Thérèse Hartz über die Behandlung des Keuchhustens am Escher Gaswerk

Zur Behandlung des „blauen Hustens“ verschrieb ein Arzt den Kindern Flüge am nahegelegenen Escher Flughafen. Wer sich das nicht leisten konnte, wurde zum Spielen ins Feuerhaus des Gaswerks geschickt. Kinder aus dem Arbeiterwohnheim gesellten sich zu ihnen, wurden jedoch wegen der Ansteckungsgefahr oft von Angestellten des Gaswerks weggeschickt.

Marie-Thérèse Hartz über die Evakuierung im Mai 1940

Während der Evakuierung der Stadt Esch floh die Mutter von Frau Hartz mit ihrem Bruder und ihrer Großmutter zu Fuß über Deutsch-Oth. Sie gelangten schließlich ins Département de l’Hérault. Der Vater von Frau Hartz blieb bis zum Schluss in Esch und floh dann mit seinem Motorrad. Er kam ins Département de la Saône-et-Loire. Die Familie fand erst nach ihrer Rückkehr nach Luxemburg wieder zusammen.

Marie-Thérèse Hartz über die Aktivität ihres Vaters in der Resistenz

Der Vater von Frau Hartz half Zwangsrekrutierten bei der Flucht über die Grenze – durch das Hüttenwerk oder die Stollen. Später wurde er von der Gestapo am Escher Gaswerk festgenommen und schwer misshandelt. Sein Bruder, ein französischer Staatsbürger, wurde in Frankreich verhaftet und in ein Konzentrationslager deportiert, weil er Fotos eines Lagers bei sich trug.